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Islamfeindlichkeit als Ergebnis religiösen Fundamentalismus?
Kehrt der christliche Fundamentalismus in die österreichische Politik ein? Eine Stellungnahme zur Verurteilung von FP-Politikerin Susanne Winter.

Das Dokumentationsarchiv Islamophobie (DAI) begrüßt die heutige Verurteilung der FP-Nationalratsabgeordneten Susanne Winter. Sie wurde wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer Geldstrafe von 24.000 EUR und drei Monaten bedingter Haft verurteilt.

Das DAI zeigte sich aber enttäuscht darüber, dass der Anklagepunkt bezüglich der Aussagen "Tierbordelle im Grazer Stadtpark" und "damit muslimische Männer dorthin gehen können und sich nicht an den Mädchen im Stadtpark vergreifen" fallengelassen wurde und keine juristischen Konsequenzen nach sich zieht.

„Eine besorgniserregende Tendenz ist jedoch der Verweis auf Gott in Winter's Reaktion auf das Urteil", so Karim Saad, Mediensprecher des DAI. Winter meinte, dass sie die „Wahrheit mit Gottes Hilfe" gesprochen habe.

Das Dokumentationsarchiv Islamophobie fragt sich, ob mit dem Verweis auf Gott ein rechter, christlicher Fundamentalismus a la George W. Bush in die österreichische Innenpolitik einkehrt. Das DAI wünscht sich eine klare Distanzierung aller anerkannten christlichen Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich.

23.01.2009, 00.57
   

   

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