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DAI verurteilt verabscheuungswürdige Grabschändungen
Das Dokumentationsarchiv Islamophobie zeigt sich bestürzt über die jüngsten Sachbeschädigungen gegen muslimische Gräber in Traun.

Am vergangenen Wochenende kam es im oberösterreichischen Traun zu Schändungen des islamischen Teils des örtlichen Friedhofes. Grabsteine wurden umgestoßen und Grabplatten mit schwarzem Lack und jüdischen Symbolen beschmiert.

Wie auch die Islamische Religionsgemeinschaft in Linz vermutet das Dokumentationsarchiv Islamophobie die Täter im rechtsextremen Kreis, der mit den Symbolen von der wahren Täterschaft abzulenken versucht. Angesichts des jüngsten Wahltriumphes rechtspopulistischer Parteien, blickt das DAI beunruhigt in die Zukunft.

"Die Grabschändungen sind als eine verabscheuungswürdige und menschenverachtende Tat zu verurteilen. Wir fordern rasche Ermittlungen und eine umfassende Strafverfolgung der Täter und/oder Täterinnen", zeigt sich Karim Saad, Mediensprecher des DAI, erbost.

"Wir wollen ein friedliches Zusammenleben in unserer Heimat Österreich. Leider zeigt das jüngste Wahlergebnis, dass eine große Anzahl an MitbürgerInnen das rechte Lager nutzt, um ihren Protest auszudrücken. Dies ist aber mit Sicherheit der falsche Weg. Nun müssen wir noch wachsamer in der Gesellschaft sein, um jeglichen Rassismen vehement entgegenzutreten", so Saad weiter.

Medienreaktion: DerStandard

29.09.2008, 18.09
   

   

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